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Bogie Harmond, Eli Duke, Chris Carella, Dan Dickinson, Ethan M. Long, Nilanjan Nag
Interessante Nachrichten findet man nicht nur in der Allerweltspresse. Blogs sind da viel interessanter, da sie zum Teil eine Vielfalt an Informationen gebündelt in einem Artikel kommentieren und analysieren. Zudem wird die meist trockene Berichterstattung der Mainstreamboulevardpresse pikant mit Eigennoten gewürzt. Hier mal eine kleine Auswahl aus dem, was in den Weiten des Internets zu finden ist:
Wenn es illegal wird, eine Strasse zu überqueren, geht das Land zum Teufel
Manchmal muss man einen einzelnen Baum sehr genau beschreiben, damit der Leser verstehen kann, wie der Wald aussieht. Dieser Baum ist weiblich und heisst Laura Díaz (26). Sie war “zur unpassenden Zeit am unpassenden Ort”, wie sie sagt, und endete 20 Stunden lang in einer übel riechenden schmutzigen Gefängniszelle. Dabei wollte sie diesmal gar nicht zur Demo der Indignados in Madrid. Laura war in einer Disco an diesem Abend und auf dem Weg nach Hause. Was dann passierte, wird sie nie mehr vergessen. Weiterlesen hier bei uhupardo…
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Indignados schließen ihre Bankkonten
Dutzende Menschen haben vor dem in der vergangenen Woche größtenteils verstaatlichten Geldinstitut Bankia in Madrid demonstriert und die Auflösung ihrer Konten und die Auszahlung ihres Geldes gefordert. Die Polizei war vorort und sorgte dafür, dass die Kunden einzeln eintraten. Weiterlesen hier auf Spanienleben…
Alles schaut derzeit in die Ukraine und auf die bevorstehende Fussball Europameisterschaft. Wird sie stattfinden ?
Selten wurde solch eine Geschlossenheit in der EU und insbesondere in Deutschland beobachtet. Gauck und Merkel sprechen gemeinsam von Boykott, sollte die ehemalige Ministerpräsidentin der Ukraine Julija Wolodymyriwna Tymoschenko nicht aus dem Gefängnis entlassen werden.
Tymoschenko wurde verurteilt wegen Veruntreuung von Staatsmitteln in Höhe von ca. 7 Millionen USD, Steuerhinterziehung von 2,3 Millionen USD, versuchte Unterschlagung von Steuerrückzahlungen in Höhe von 5,5 Millionen USD, Urkundenfälschung sowie Steuerhinterziehung.
Der Gas-Prozess gegen Julija Tymoschenko begann im April 2011. Am 11. Oktober 2011 wurde sie wegen Amtsmissbrauchs verurteilt, genauer gesagt wegen der Unterzeichnung eines für die Ukraine unvorteilhaften Gasvertrags mit Russland. Das Gericht entschied, die durch den Gashandel verursachten Schäden am Staatshaushalt der Ukraine beliefen sich auf beinahe 190 Millionen US-Dollar. Das Urteil sieht vor, dass Julija Tymoschenko für die Verluste aufkommen, ihre Haftstrafe (7 Jahre) absitzen und sich für die Dauer von drei Jahren sämtlicher öffentlicher Ämter enthalten soll.
Doch die westliche Finanzwelt ist überzeugt davon, dass die ukrainische Oligarchin aus politischen Gründen inhaftiert wurde. Folter und Hungerstreik drücken auf die westlichen Tränendrüsen die von einer unhaltbaren Medienschlacht begleitet werden. Schon seltsam, denn auch von US-amerikanischen Anwaltskanzleien flattern böse Briefe ins Haus:
Seit Jahren schon ist die Diskussion im Gange. Im Jahre 2006 wurde ein Coffeeshop in Maastricht kurzfristig geschlossen, nachdem dort ausländische Kunden angetroffen wurden.
Mit dem Fall beschäftigte sich der Gerichtshof in Luxemburg und der stellte fest, dass die Schädlichkeit von Drogen
, einschließlich Hanf-Produkte, wie Cannabis, allgemein anerkannt ist, und dass der Handel in allen Mitgliedstaaten verboten ist. Die belgische, französische und die deutsche Regierung weisen auf die Störung der öffentlichen Ordnung hin, einschließlich der illegalen Ausfuhr von Cannabis in anderen Ländern als den Niederlanden, insbesondere in den Nachbarstaaten.
Der Druck der EU, insbesondere der umliegenden Staaten, darunter auch Deutschland wurde so stark, dass im Dezember 2010 über die Einführung eines Wietpas (Weed = Unkraut
Hanfausweis) entschieden wurde. Dieser Ausweis ist nur für Holländer gedacht und berechtigt sie zum Einkauf und Konsum in den Coffeeshops. Somit müssen Ausländer im Süden Hollands seit dem 01.05.2012 leider draussen bleiben. Anfang 2013 auch im Norden Hollands.
Insbesondere Amsterdam sieht sich durch den Ausweis gegängelt und fürchtet um den Tourismus. Zudem sei eine Durchführung in der Hauptstadt nicht machbar. Viele holländische Kritiker sehen durch den Ausweis sogar eine Verschlimmerung, denn nun würde der Handel wieder auf die Strasse verlegt, was der Kriminalität Tür und Tor öffnen würde. Zudem wird sich auch die Qualität der Drogen verschlechtern, was wiederum gesundheitliche Folgen nach sich zieht.
Vor ein paar Tagen schrieb ich in – Fast unsichtbar durchs Netz – wie man sich vor staatlichen Schnüffeleien im Netz einigermassen schützen kann, denn wer sich im Netz “bewegt” hinterlässt Spuren. Aber nicht nur das, in einigen Ländern, darunter auch Deutschland, sind gewisse Inhalte gesperrt. Um sich dennoch über diese zensierten Inhalte zu informieren, sind VPN-Provider auch aus anderen Ländern nützlich, weil durch die neue IP die Länderkennung “verschleiert” wird. Auch Suchmaschinen liefern oft eine ungeahnte Vielfalt an Ergebnissen, die im eigenen Land unterdrückt werden.
Nachfolgend habe ich mal eine Liste über VPN-Dienste zusammengestellt. Ein VPN-Anbieter stellt Euch einen Server im Internet zur Verfügung, den ihr als Umleitung für euren Datenstrom nutzen könnt. Diese Verbindung zum Anbieter nennt man Virtuelles Privates Netzwerk und Ihr seid im Internet fortan unter der IP-Adresse des Anbieters sichtbar. Das ganze bringt jedoch nur etwas, wenn Euer Anbieter keine Logs/Protokoll darüber führt, welcher Kunde mit welcher IP zu welchem Zeitpunkt im Netz war. Und noch besser ist es, wenn die Verbindung verschlüsselt ist, also “abhörsicher”. Aber keine Angst, alle nachfolgenden Dienste sind in Deutschland legal!
Die nachfolgende Liste erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit, deshalb lest auf jeden Fall die AGBs der Anbieter, denn diese können sich bekanntlich stündlich ändern. Insbesondere die Preise sind sehr unterschiedlich und beginnen bei 4 Euro/Monat. Weitere und ausführlichere Infos erhaltet Ihr auf der US-Seite TorrentFreak.
Deep Water Horizon – The show must go on
Zwei Jahre nach der Katastrophe im Golf von Mexico, als 780 Millionen Liter Öl und mehrere Millionen Liter Lösungsmittel Corexit ins Meer flossen, sind die Umweltschäden immer noch verheerend. Aber was noch viel erstaunlicher ist, bis zum heutigen Tag ist noch nicht ein Schuldiger vor Gericht zur Verantwortung gezogen worden, weder BP-Manager, noch Führungspersonal von Transocean, dem Besitzer der Plattform, oder der Baufirma Halliburton, welche die Plattform gebaut hatte. Der Ölgigant BP hat bis heute noch keinen Cent Strafe an die amerikanische Regierung bezahlt. Allerdings für 2011 wies die Firma einen Profit von 26 Milliarden Dollar aus.
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Erst Delphinsterben und jetzt Pelikansterben
Die Tierschutzorganisation ORCA geht davon aus, dass das Delphinsterben von den Ölbohrungen im Meer verursacht wird. Fast 3000 Tiere sind vor den Küsten Perus angespült worden. Und seit zwei Tagen werden auch hunderte tote Pelikane gefunden. Es wird Zeit, dass Energieraubritter weltweit dazu verpflichtet werden, 50% ihrer Gewinne in den Umweltschutz zu investieren. Und bei Umweltkatastrophen für alle Schäden und Langzeitschäden ohne Ausflüchte haftbar gemacht werden können.
Athena Hohenberg, eine kalifornische Mutter aus San Diego, musste leider feststellen:
Wer hätte das gedacht, wobei die Werbung doch was ganz anderes verspricht ? Sind wir alle soo getäuscht worden ? Zumindest empfanden das die Amerikaner und reichten eine Sammelklage ein. Mit Erfolg, denn nun zahlt Ferrero USA rückwirkend bis Januar 2008 vier Dollar für jedes gekaufte Nutella-Glas. Maximale Entschädigung sind aber 20 Dollar pro Konsument. Bis zum 05. July können Amerikaner ihre Ansprüche geltend machen.
Nutella wird in über einhundert Ländern weltweit verkauft. Der 1944 von Pietro Ferrero im norditalienischen Alba erfundene Aufstrich enthält vor allem Zucker, Palmöl, Haselnüsse, Kakao und fettarme Milch.
Tja, wieder mal ein Beweis, dass Werbung nicht nur irreführend, sondern auch schädlich ist. Das kann man dann hier weiterverfolgen…
Kalifornierin verklagt Nutella-Hersteller
Schock in den USA – Nutella enthält Zucker
Zu viel Fett: Mutter in den USA klagt gegen Nutella
Ferrero will Nutella-Käufer in den USA entschädigen
Wenn Menschen in anderen Ländern für unseren Wohlstand sorgen und dafür kaum einen Mindestlohn bekommen, so ist das mehr als nur eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Doch die Globalisierung der freien Märkte erzeugt nicht nur weltweit Sklaven, die kaum genug zu Essen bekommen, geschweige denn ein eigenes Dach über dem Kopf haben, sondern auch die Umweltsünden die bei Strafe im eigenen Land verboten sind, sind woanders anscheinend kein Problem.
China gilt als eine aufstrebende Weltmacht mit einem jährlichen Wirtschaftswachstum von 8%. Doch der Preis dafür ist hoch. Seit 10 Jahren produziert China Jeans für die Welt, gut 260 Millionen Hosen exportiert das Land in die westliche Welt für H&M, Mustang, Wal-Mart, KiK, Otto, Baur, New Yorker u.v.m. Doch niemanden interessieren dabei die unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Es ist einleuchtend, dass für 3,10 Euro bis maximal 4 Euro pro Jeans der Arbeitslohn als auch die Umweltbedingungen dem Wettbewerb zum Opfer fallen.
Ein Arbeiter verdient ca. 250 Euro im Monat und eine Arbeiterin ein gutes Drittel weniger. Dafür schuften sie bis zu 16 Stunden am Tag und mit ein wenig Glück wohnen sie auf 4qm ansonsten mit mehreren in einer Halle ohne fliessend Wasser. Ihre Gesundheit ruinieren sie 29-30 Tage im Monat zusätzlich durch Bindemittel, Acrylharze, Ätznatron, Hypochlorit, Kaliumpermanganat und Sandstrahlgeräte.